Was ist denn bitte Konjakmehl?

Langsam wird es Zeit, auch einen Beitrag in der Rubrik „Meine Küche“ zu veröffentlichen. Bevor ich allerdings mit dem ersten Lecker-ohne-Reue-Rezept um die Ecke komme, möchte ich auf einige später verwendete Ingredienzen näher zu sprechen kommen.

Hier geht es heute um Konjakmehl. Noch nie gehört? Vielleicht aber schon mal von Shirataki-Nudeln aus dem Asiashop? So bin ich jedenfalls auf das Mehl gestoßen. Ich las etwas über kohlenhydratfreie Nudeln und fand das nicht nur interessant, sondern musste natürlich gleich einen Selbstversuch starten. Ich bin von den Nudeln ziemlich begeistert, wenn sie auch frisch aus der Packung (in Flüssigkeit als kleine Nudelpäckchen) ein wenig fischig riechen. Das gibt sich aber nach dem Spülen. In Wok-Gerichten oder auch als gebratene Nudeln sind die kleinen Würmchen echt lecker, als Pasta-Ersatz in der mediterranen Küche eher Geschmacksache. Sie haben jedenfalls keine Kalorien. Aber eigentlich wollte ich ja über Konjakmehl schreiben…

Auf der Suche nach einem Weizenmehl-Ersatz beim Backen habe ich nach der Nudelerfahrung gleich an dieses Mehl gedacht und Tante google befragt. Natürlich kann man auch das bei Amazon kaufen. Leider ist es etwas teuer (250g kosten über 10 Euro), aber das Mehl ist dermaßen ergiebig, da lohnt sich der Kauf. Hier meine Wahl.

7_Konjak

Die Verpackung verspricht eine 200fache (!) Quellwirkung. Recherchiert man etwas bzgl. der Verwendung, wird es meist nur zum Eindicken verwendet, über Backen mit Konjakmehl habe ich nichts gefunden. Aber genau das weckt natürlich meinen Forschergeist. Zunächst ein optischer Vergleichstest mit Weizenmehl (links im Bild).

8_Mehlvergleich

Konjakmehl erinnert ein wenig an Spätzlemehl, da etwas gröber als das Weizenmehl Typ 405. Zum Quelltest nehme man je ein Gramm Mehl und gieße dann sechs Gramm Wasser dazu. Anbei das sofortige Ergebnis.

9_Mehl_mit_Wasser

Hier sieht man gleich, wie extrem die Quellwirkung des Konjakmehl gegenüber Weizenmehl ist. Ich habe im übrigen das Ergebnis in eine größere Schüssel gegeben und nochmals mehrere Esslöffel Wasser zugefügt – auch das wurde durch das Mehl komplett eingedickt! Geschmacklich ist Konjakmehl meines Erachtens weitgehend neutral, ein leicht fischiger Geschmack ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Ich empfand das aber nicht als störend.

Für meine späteren Backversuche muss ich nun die Erfahrungen aus dem Quellexperiment entsprechend berücksichtigen. Dazu aber später mehr…..


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