Bitteres aus meiner Küche

Bitteres ist ja so gesund! Laut der ayurvedischen Lehre ist der bittere Geschmack sogar der heilkräftigste von allen. Die bitteren Aromen werden deshalb zur Heilung vieler Krankheiten verwendet. Sie fördern die Verdauung, vernichten Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten, und hindern auf diese Weise Giftstoffe daran, sich in unserem Körper abzusetzen. Außerdem sind sie blutreinigend, appetitanregend, und unterstützen die Leber. Sie helfen sowohl beim Abnehmen als auch bei Übelkeit. Noch Fragen?

Ich habe heute zwei Experimente zum Thema “bitter” durchgeführt.

Experiment Magenbitter: In der von mir sehr geschätzten Zeitschrift “Natur&Heilen” war kürzlich ein Rezept für Magenbitter zu finden. Mit den allseits beliebten Amaros wie Ramazotti, Averna und Co. hat das nichts zu tun, hier werden nur jede Menge Kräuter mit Doppelkorn angesetzt. Dafür soll das Ergebnis aber wirklich die Verdauung unterstützen. Ich habe heute eine Testflasche angesetzt.

Das Besorgen der Kräuter war gar nicht so einfach. Ich habe im Internet gerade mal einen einzigen Shop gefunden, der alle Kräuter hatte und auch preislich interessant war. Was ist denn besonderes drin im Magenbitter? Tausendguldenkraut, Wermutkraut, Rhabarberwurzel, Wacholderbeeren, Schafgarbenkraut, Kalmuswurzel. Gehört hab ich das ein oder andere ja schon mal, verwendet bisher nur Wacholderbeeren.

Tütchen

Das Kräutergemisch wird mit Doppelkorn aufgegossen, in ein Glas mit Schraubverschluss gefüllt, und an einem warmen Ort für zwei Wochen gelagert. Dabei sollte das Glas täglich einmal geschüttelt werden. Nun ja, in zwei Wochen werde ich berichten.

 KräuterKorn 

Experiment Bitterorangen: Als ich diese Woche beim Lebensmittelretten eine Tüte mit Orangen mit dem Kommentar “Achtung, das sind Bitterorangen” in die Hand gedrückt bekam, war mein erster Gedanke ” was mach ich denn damit?”. Ein Blick in meine Online-Rezeptothek gab mir die Antwort – Marmelade. Ok, warum nicht?
Neugierig wie ich bin, musste ich aber schon mal ein Stückchen rohe Frucht probieren, bevor ich alles zu Marmelade verkoche. Fazit – bäh. Riecht lecker, aber macht seinem Namen alle Ehre, die Bitterorange ist nur bitter, keine Spur von fruchtiger Süße, und schmeckt mir so überhaupt nicht.

Also Marmelade. Zunächst werden die Orangen dünn geschält, ausgepresst, und der Rest zum Mitkochen in Säckchen verstaut.

Orangenschale SaftSäckchen

Die Säckchen werden mit Küchengarn verschlossen, und zusammen mit etwas Wasser und den anderen Zutaten aufgekocht. Dann ca. 30 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Die Beutel werden dann erntfernt und nach dem Abkühlen in die restliche Flüssigkeit ausgepresst. Nun kommt der Zucker dazu. Ich hab 3:1 Gelierzucker, den ich nach Geschmack zugebe und alles nochmal aufkoche. Ich habe die Marmelade recht unsüß gelassen, da kommt der bitter-fruchtige Geschmack richtig gut raus. Lecker!

TopfMarmeladenglas

 

 


Kommentare

Bitteres aus meiner Küche — 3 Kommentare

  1. Also die Marmelade habe ich bereits probiert – was für Erwachsene 😉
    Das Bittere ist schon noch deutlich da, aber ich finde sie total lecker. Und trotz des sehr wenigen Gelierzuckers ist die Marmelade schön fest geworden. Liegt wohl an den mitgekochten Orangenschalen.

    Der Magenbitter wird jeden Tag fleissig geschüttelt und riecht schon echt lecker! Nächste Woche wird probiert.

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