Ich will – Meine Lieblingsarbeit als Geschäftsmodell (Teil 2)

Das erste Arbeitsbuch war ziemlich gedankenintensiv und emotional, aber noch recht unstrukturiert. Jetzt mit dem zweiten Abschnitt wird es richtig konkret. Was läßt sich denn aus meinen Vorlieben Konkretes ableiten? Auch hier stellt das neue Arbeitbüchlein die richtigen Fragen. Es geht dabei in zwei Richtungen, einmal die Frage nach dem möglichen Produkt, das ich verkaufen möchte, und einmal nach der Dienstleistung.

Beim Produkt würde ich zunächst meine Idee mit dem Olivenöl ausbauen wollen. Hier könnte ich bereits jetzt von meinem Ölbauern eingelegte Oliven beziehen. Außerdem habe ich Kontakt zu einem Hersteller von Kürbiskernöl inkl. gerösteten Kernen in der Steiermark. Und dann beschäftigt mich ja das ganze Thema Low-Carb bzw. weizen- und zuckerfreie Ernährung seit einiger Zeit. Bücher und Rezepte gibt es dazu schon mehr als genug, aber evtl. könnte ich mit fertigen Mischungen für Brot, Gebäck, Panaden etc. inkl. Rezeptvorschlägen etwas machen?
Und ansonsten könnte ich Häkeln und Stricken als Auftragsarbeit anbieten, das stelle ich aber erstmal hintenan, da das sehr zeitaufwendig werden könnte, bei erwartbar geringem Verdienst.

Nun zur Dienstleistung. Nochmal zur Erinnerung, gestern haben sich zwei Handlungsalternativen für mich dargestellt:

1) Was könnte ich anderen Menschen als Lehrerin/Trainerin/Coach beibringen?
2) Wie könnte ich anderen Menschen mit meinen Fähigkeiten helfen?

Zu Punkt 1 fällt mir das Anbieten von individuellen Häkel- und Strickkursen für Anfänger, Fortgeschrittene oder zu speziellen Themen („ich möchte einen Topflappen häkeln“) ein. Man kann mich zu sich nach Hause buchen, inkl. Material und Handbuch. Ich denke bis maximal vier Teilnehmer sollte das machbar sein, alternativ auch in meinen eigenen Hallen.
Zu Punkt 2 fällt mir zwar viel, aber wenig zielgerichtetes ein. Hilfe bei Renovierungen, im Haus oder Garten, auf dem Bauernhof, punktuell zu bestimmten Themen oder regelmäßig. Betreuung von Kindern oder Senioren, bekochen etc. etc. So richtig ein Geschäftsmodell fällt mir hier nicht ein, eher sowas wie „Hand gegen Koje“, wo man Urlaub macht und nebenbei arbeitet. Also auch erstmal nicht.

Als nächstes werde ich gefragt, ob ich für diese Ideen wirklich brenne und ob sie zu meinem gestern beschriebenen Wunsch-Arbeitsalltag passen würden. Ich würde beides bejahen, da ich hier zum einen meine Interessen verarbeiten kann und zum anderen nicht ganztags in einem Büro arbeiten müsste und eine hohe zeitliche und auch örtliche Flexibilität hätte. Passt also erstmal!

Nun wird kritisch hinterfragt, ob die möglichen Themen in mein jetziges Leben integriert werden könnten, sprich, kann ich das nebenbei erledigen oder muss ich meinen Hauptjob anders gestalten, um das zu realisieren? Aus meinen Erfahrungen mit dem Aufbau des Ölhandels kann ich das nur bejahen. Es ist halt eine Frage der Zeit. Je schneller ich neues umgesetzt haben möchte, desto mehr Zeit muss ich investieren. Nachdem ich keinen Zeitdruck habe und man heute zum Glück vieles im Internet und via Email erledigen kann, sollte es also gehen.

Und jetzt noch die Schlüsselfrage: Was hat ein potenzieller Kunde von meinem Produkt bzw. meiner Dienstleistung für einen Mehrwert, und kann der/die sich das überhaupt leisten?
Jaaaaaaa……also. Qualitativ hochwertige Lebensmittel in Kombination mit einer persönlichen Note funktioniert bei meinem Öl bisher ganz gut. Könnte somit auch für weitere Angebote funktionieren. Und leisten kann sich der qualitätsbewusste Kunde das auch – wenn er überzeugt ist. Auch das funktioniert meiner Erfahrung nach am Besten über den persönlichen Kontakt und authentisches Auftreten.
Bzgl. meines Häkelkurses hab ich da schon eher bedenken. Grundsätzlich ist die Zielgruppe schon recht klein. Andererseits habe ich noch nie gehört, dass jemand sowas als Heim-Kurs anbietet. Das könnte wiederum interessant sein. Aber was verlangt man da? Und wie kann das logistisch klappen? Naja, verwerfen möchte ich es jetzt jedenfalls noch nicht. Ich hab ja noch ein paar Arbeitsbücher vor mir. Das dritte liegt auch schon bereit. „Entscheidungen treffen oder stehen bleiben“ – letzteres sicher nicht.


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