Olivenöl Teil 13 – Dem Kontrolleur ist nichts zu schwör

Eigentlich arbeite ich ja in München, und eher selten im Homeoffice…..

Und eigentlich wäre ich an dem Tag zu dem Zeitpunkt bei meiner Osteopathin gewesen, doch den Termin hab ich versemmelt…..

Jedenfalls war ich zuhause, als es an der Tür klingelte und ein Lebensmittelkontrolleur vor der Tür stand. Ihr wisst ja, ich rede nicht gerne darüber, aber das Gesetz der Anziehung 🙂

Kennt Ihr das, man sieht einen Polizisten in der Ferne und fängt an nachzudenken ob man irgendwas angestellt hätte? Genau dieses Gefühl hatte ich, als sich der Lebensmittelkontrolleur am anderen Ende der Gegensprechanlage ankündigte. Was aber dann passierte war mehr als positiv.

Ich war also zur rechten Zeit am rechten Platz. Und als ich die Tür öffnete, stand ein junger Mann meines Alters (nana, ich bin als 40irgendwas noch jung!) mit Lederjacke und Ohrring vor mir, klassisch mit Klemmbrett unterm Arm. Ich erklärte ihm, dass es noch nix zu sehen gab, aber abwimmeln ließ er sich nicht. Ich beantwortete ihm brav alle Fragen nach Herkunft des Öls, geplanten Vertriebskanälen, und wie ich plante das Öl abzufüllen. Er war ganz zufrieden mit meinen Antworten und revanchierte sich seinerseits mit einigen nützlichen Tipps für die geplante Abfüllung.

1) Haben sie Haustiere? Das geht nämlich gar nicht. – Nein. (Ich war kurz froh, dass meine beiden Kater 2014 verstorben waren)

2) Das Öl muss in Räumen abgefüllt werden, die leicht zu reinigen sind und glatte, verputzte Oberflächen haben (Keller geht also nicht…)

3) Sie brauchen eine Stelle, an der Sie mit warmem Wasser Ihre Hände waschen können (ok, ich habe fließend Wasser in der Wohnung)

4) Für Ihre gewerbliche Tätigkeit bzw. Abfüllung benötigen Sie einen von den Privaträumen abgetrennten Raum (das krieg ich auf den 160qm hin)

5) Sie brauchen eine Möglichkeit die Flaschen zu reinigen. – Die kommen sauber verpackt von meinem Lieferanten. (ok, puh)

6) Die Herkunft des Öls muss dokumentiert und nachvollziehbar sein. – Ich habe einen deutschen Logistiker, der mir das Öl direkt von der Produktionsstätte abholt und hierher bringt. (auch ok)

Der nette Kontrolleur verwies mich für weitere Informationen an das Internet und ermahnte mich, dass jederzeit unangemeldet eine Kontrolle stattfinden könne, auch dort, wo ich das Öl zu verkaufen plante – bei meinem Edeka. Er gab mir auch noch ein paar nützliche Hinweise zu den Pflichtangaben auf dem Etikett und war nach einer viertel Stunde wieder weg. Ich war zwar leicht geschockt von dem unangekündigten Besuch, im Nachhinein denke ich aber, dass wieder alles genau richtig gelaufen ist. In den nächsten Wochen werde ich jedenfalls alles für die Abfüllung so vorbereiten, dass ich garantiert nicht gegen die Hygienevorschriften verstoße.

 

 


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