Mein Bio-Balkongarten: Von Blättern und Wurzeln

Nun zur letzten Folge meines Garten-Blogs, der sich mit der Pflanzenauswahl beschäftigt. Diesmal geht es um Blatt- und Wurzelgemüse. Bei Blattgemüse denkt man als erstes an Salat. Es gibt aber noch einiges mehr. Ich möchte mich im ersten Jahr neben Schnitt- und Asiasalat auch mit Mangold und Spinat beschäftigen. Nachdem das Blattgemüse nicht unbedingt die Vollsonne benötigt und sogar bei weniger heissen Temperaturen besser gedeiht, wird es ausschließlich auf dem Küchenbalkon angebaut werden. Sowohl beim Schnitt- als auch beim Asiasalat werde ich wohl auf eine Samenmischung zurückgreifen und alles in meinem Hochbeet ab März aussähen. Alle Sorten können dann blattweise geerntet werden, so dass ich bis in den Frühsommer hinein mit ausreichend Salat versorgt sein sollte.

Ebenfalls ins Hochbeet kommt Mangold. Hier habe ich gelernt, dass es Blatt- und Stielmangoldsorten gibt. Bei beiden isst man sowohl Blätter als auch Stiel, bei letzerem ist der Stiel einfach viel stärker ausgebildet und die Pflanze ist grundsätzlich temperaturunempfindlicher. Ich bevorzuge Blattmangold, weil ich ihn geschmacklich feiner finde und er auch hübscher aussieht (das Auge isst mit!). Daher fällt meine Wahl auf bunten Blattmangold. Hier werde ich die Aussaat direkt im Hochbeet ab Mai vornehmen.

Den Spinat werde ich separat in einen Pflanzsack säen, da sich unterschiedliche Gänsefußgewächse (eben Mangold und Spinat) nebeneinander nicht so gut vertragen. Spinat mag den Sommer nicht so, man kann ihn aber gut im Frühjahr und im Herbst aussäen. Daher plane ich eine Aussaat im April und eine im September.

Nun zum Wurzelgemüse. Auch hier werde ich alle Gemüsesorten auf dem Küchenbalkon unterbringen, da Halbschatten laut Buch kein Problem sein sollte. Allen Sorten gemeinsam ist ein regelmäßiger Wasserbedarf und ausreichend Tiefe beim Pflanzgefäß (logisch). Ich fange mal mit dem kleinsten an, den Radieschen. Hier reichen schon 15 cm Gefäßtiefe, theoretisch also auch ein tieferes Balkonkistchen. Ich habe aber einige Töpfe in ausreichender Tiefe und werde daher eine Direktsaat dorthin vornehmen. Auch Radieschen lieben den Sommer nicht, daher säe ich einmal im März und einmal im September.

Eine meiner Lieblingswurzeln ist die Pastinake. Der süßliche Geschmack ist eine Bereicherung für jedes Curry. Dieser Wurzel spendiere ich einen meiner Pflanzsäcke, die Aussaat erfolgt direkt im Sack ab April. Nicht minder begeistert bin ich von roten Beten. Ob roh im Salat, als Ofengemüse oder im scharfen Curry, ich liebe den Geschmack und die Optik. Man kann im übrigen auch die sehr schmackhaften Blätter gut im Salat verarbeiten. Die Beten werde ich noch mit in das Hochbeet packen, Aussaat ist dann im Mai.

Als letztes noch Kohlrabi. Hier werde ich wieder einen Pflanzsack spendieren Als Sorte mag ich den lila Kohlrabi Azur Star am liebsten, da er so zart ist, dass man ihn nicht schälen muss und er kaum verholzt. Interessant ist hier die Tatsache, dass die knackigen Blätter viel mehr gesunde Inhaltsstoffe haben als die Knolle selbst, daher kann ich nicht verstehen, warum man im Supermarkt oft Kohlrabi ganz ohne Blätter kaufen kann. Ich werde jedenfalls die ganze Pflanze verputzen und zu diesem Zwecke ab März und dann ein zweites Mal im September aussäen.

So fertig – ich fasse zusammen:

– Kräuter: Rosmarin, Lavendel, Anis-Ysop, Salbei, Bohnenkraut, Thymian, Kamille, Verbena,
  Oregano, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Petersilie, Basilikum, Minze, Estragon
– Rankgemüse: Garten-Buschbohne, Zuckererbse
– Fruchtgemüse: Ampeltomate, Buschtomate, Chili, Paprika, Aubergine, Zucchini
– Blattgemüse: Schnittsalat, Asiasalat, Mangold, Spinat
– Wurzelgemüse: Radieschen, Pastinake, rote Bete, Kohlrabi

Jessas, das ist jetzt aber doch ganz schön viel geworden…..da werde ich als nächstes mal die Verteilung auf die Gefäße und Balkone planen müssen und prüfen, ob das überhaupt vom Platz her machbar ist. Das erfahrt Ihr aber dann in der nächsten Folge 🙂

 


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