Mein Bio-Balkongarten 2017 – Vorbereitung

Dieses Jahr bin ich geduldig gewesen. Man ist ja lernfähig. Also, keine Anzucht im Winter, keine Balkonarbeiten, die dann in Regen und Schnee untergehen. Statt dessen stilles Leiden ob des verwahrlosten Balkons. Neidisches Beobachten der Nachbarn, die schon vor Wochen den Garten aufgehübscht hatten.

Und ich hatte wohl Recht behalten. Nachdem ich noch vor drei Tagen im Schneegestöber Laufen war, habe ich mir selbst auf die Schulter geklopft und mich zu meiner Geduld beglückwünscht. Aber heute was Schluss. Am ersten Mai muss es in Süddeutschland möglich sein, Kräuter und Gemüse auf dem Balkon auszusäen, basta.

Mit Genuss habe ich jedes einzelne Saattütchen in die Hand genommen und entschieden, wo was reinkommt. Und in diesem Jahr gibt es eine Neuerung. Ich verwende den Inhalt meines Bokashi-Eimers als Dünger und mische das fermentierte Irgendwas unter meine Vorjahreserde. Ich bin gespannt, ob sich damit nun überhaupt was tut 🙂

Hier ein Beispiel für den trostlosen Balkon-Zustand, anhand meines Hochbeetes

Alte Pflanzen raus, Erde aufgelockert, ein wenig Bokashi Inhalt rein, Samen von Pflücksalat und Mangold angesät und alles schön anfeuchten. Zum Thema Bokashi mach ich vielleicht mal einen eigenen Blogeintrag, ansonsten findet der geneigte Leser dazu einiges im Internet.

Gleiches habe ich dann mit allen anderen Pflanzgefäßen gemacht. Der “Rüben-Eimer” hat mich dabei mit zwei Spätzünder Pastinaken überrascht, die ich heute gleich verarbeite bzw. bereits habe. Das Grün kann man essen (schmeckt lecker!) und ist heute Mittag bereits im Salat gelandet, die Rübe kommt in mein Curry heute Abend.

Im Rüben-Eimer wurden Pastinake, Möhre und rote Bete angesägt. In zwei weiteren Pflanzsäcken Kohlrabi und Spinat. Darüber hinaus habe ich in diesem Jahr die Balkonkästen mit Abflusslöchern versehen, so dass das Regenwasser auch abfließen kann. Dort sind diverse Kräutersaaten reingewandert bzw. der letztjährige Schnittlauch und Estragon hatten überlebt und wurden neu getopft.

Für die Nachtschattler und ein paar Exoten habe ich mit Anzuchterde und Eierkartons ein kleines Anzuchtbeet geschaffen. Als Nachtschattler sind dort Tomate, Chili, Paprika und Aubergine gesät. Darüber hinaus einige Experimente in Form von Hokkaido, Okra, und Kaki und dann noch Bohne und Erbse. Schön hell und außerhalb der Katzenzone am Fenster platziert.

Bleibt zu hoffen, dass der Winter nun endgültig vorbei ist und dann auch mein Balkon bald das Auge erfreut. Ich freue mich jedenfalls schon heute auf frisches Gemüse aus eigenem Anbau!

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.